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von Johannes Mager (Kölnische Rundschau)
"Die Piloten brauchen nun keine Angst mehr vor einem Startabbruch
zu haben", erklärt Werner Karg, Vorsitzender der Ultraleicht-Fluggruppe
"Nordeifel". Zur Saisoneröffnung der Flieger konnte der Verein nämlich
den in vielen Bereichen neu gestalteten Flugplatz einweihen.
MÜGGENHAUSEN - Zu den Veränderungen gehört auch die Verlängerung
der Start- und Landebahn. 500 Meter ist sie nun lang. "Früher musste
ein Start unbedingt klappen. Wenn man jetzt Komplikationen bemerkt,
hat man noch genug Platz, um die Maschine ausrollen zu lassen",
so Karg. Doch bis zur Genehmigung des Umbaus des Rollfeldes dauerte
es eine lange Zeit.
Der Platz wurde komplett genehmigt
Drei Jahre brauchte der Verein, bis alle Behörden grünes Licht gaben.
"Da waren Behörden mit befasst, von denen wusste ich nicht einmal,
dass es sie gibt", schmunzelt Karg. Durch den Umbau musste der Platz
komplett neu genehmigt werden. Besonderen Dank sprach Karg Landrat
Günter Rosenke und dem Weilerswister Bürgermeister Armin Fuß für
deren Unterstützung aus.
Rosenke betonte die Bedeutung des Flugplatzes für den Kreis Euskirchen,
denn er sei über die Kreisgrenzen hinaus bekannt. Am schwierigsten
seien die Abstimmungen mit den Naturschutzbehörden gewesen, so Karg.
Denn die neue Landebahn grenzt mit zwei Seiten an ein Naturschutzgebiet.
Doch Motorsport und Natur seien kein Widerspruch. Bereits seit etlichen
Jahren hängen an den Außenwänden der Flugzeughallen Nistkästen.
Sieben eigene Falken sowie Eulen und andere Vögel fühlten sich rund
um den Flugplatz wohl. Schließlich wurde dem Platz ein neues, naturverbundenes
Gesicht gegeben. Der Großteil der Absperrungen besteht aus Holz.
Außerdem wurden Sträucher, Hecken sowie vor dem Flugplatzgebäude
zehn Bäume gepflanzt - allesamt gestiftet. Eine große Erleichterung
für den Flugleiter stellt ein neu gebauter Tower dar, mit dem Platz
und Luftraum wesentlich besser zu überblicken sind als zuvor. Benannt
wurde das Bauwerk nach seinem Stifter Willi Daufenbach.
Das Vereinsmitglied aus Euskirchen enthüllte bei der Saisoneröffnung
das Schild mit der Aufschrift "Daufenbach-Tower". Eine andere Art
der Anerkennung ließen die Vereinsmitglieder den Helfern des Jugend-Rot-Kreuzes
Weilerswist zuteil werden.
Die Jugendlichen hatten im Januar mit Pinsel und Farbe bewaffnet
die Markierungssteine auf dem Platz gestrichen. Zum Dank nahmen
die Piloten sie am Wochenende mit auf die Reise über Weilerswist
und Umgebung.
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