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zum Kaffeetrinken

Bisher hat Georg Pütz die Rakete an Bord seines Ultraleichtfliegers (UL) noch nie abschießen müssen. Diese Erfahrung möchte sich Georg Pütz, seit 37 Jahren am Standort, auch ersparen: Die Rakete ist nur für den Notfall gedacht. Sie katapultiert den Fallschirm in die Luft, an dem der Ultraleichtflieger „relativ“ sicher zu Boden schweben könnte.
So brenzlig ist es aber bisher noch nie bei einem Flug geworden, wenn auch bereits bei der zweiten Flugstunde der „Traum vom Fliegen“ beinahe bös geendet hätte: Im Steigflug setzte plötzlich der Motor aus. Dem erfahrenen Fluglehrer gelang es jedoch, die Maschine im Gleitflug zurück zur Erde zu bringen. Georg Pütz hat dennoch einige Tage überlegt, ob er sein gerade entdecktes Hobby weiter betreiben soll oder nicht.
Der Tagschichtmeister in der OG-2 hat nicht aufgegeben und 2002 nach einem halben Jahr Theorie mit Flug- und Wetterkunde, Aerodynamik, Technik und Funkverkehr sowie rund 20 Flugstunden sein Ziel erreicht. Drei Alleinstarts und -landungen sowie eine Sicherheitsaußenlandung in der praktischen Prüfung brachten den ersehnten Schein.
Seit dem ist Georg Pütz mit seiner Ikarus C 22 Aero – einem geschlossenen Zweisitzer – in der Luft unterwegs.
UL bedeutet Ultra-Leicht und dementsprechend eine Gewichtsbe­schränkung auf insgesamt 472,5 kg für Flugzeug und Passagiere. Der Zweizylinder Zweitaktmotor bringt eine Leistung von 64 PS. Damit kann Georg Pütz nach rund 150 Metern mit einer Startgeschwindigkeit von 70 km/h in die Luft gehen und auch für die Landung reicht diese kurze Distanz. Sein Flieger ist in Weilerswist stationiert. „Fast um die Ecke“ der Wohnung. Darum heißt es auch an langen Sommerabenden durchaus manchmal nach der Arbeit: „Komm, holen wir den Flieger raus.“ Mit rund 110 bis 120 Stundenkilometern wird dann schon mal die Strecke zum Flughafen Bad Neuenahr bewältigt und nach einem Kaffee zurückgeflogen.
Aber auch weitere Touren absolvieren die Ultra-Leicht-Flieger. So schwärmt Georg Pütz von einem Flug nach Zell am See. Entlang des Alpenhöhenkamms ging es bis auf 11.000 Fuß hoch „am Gotthard vorbei“.
Diese Erlebnisse möchte der inzwischen begeisterte Hobbypilot nicht mehr missen. Er hat auch viele Mitglieder vom besonderen Reiz der „ultraleichten“ Fliegerei überzeugen können. Die Lebensgefährtin, wie auch Freunde und Verwandte, vertrauen sich dem erfahrenen Piloten gerne an. Auch sein Chef Manfred Hecker will demnächst einen Rundflug wagen. Georg Pütz wird sich dann mit der Kennung seines Fliegers beim Flugleiter melden: „Delta-Mike-Sierra-Bravo-Papa bereit zum Start“. Ein weiteres Flugerlebnis – „dort wo es keine Ampeln gibt“ – wird Georg Pütz bestärken, beim „richtigen Hobby“ gelandet zu sein. Die UL-Begeisterung teilt er übrigens mit Wesselings Bürgermeister Ditgens , der ebenfalls zu den passionierten Fliegern in Weilerswist gehört und mit dem er des Öfteren zusammen fliegt.


In der Regel ...
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