von SARAH SCHMIDT Müggenhausen. Ob die Freiheit über den Wolken wirklich grenzenlos ist, konnte jeder Besucher auf dem Wiesenfest der Fluggruppe Nordeifel herausfinden. In einem Ultraleichtflugzeug durften Wagemutige die Welt aus 300 Metern Höhe betrachten. "Vor allem die Leute, die uns sonst immer in der Luft sehen, können heute selber einmal einsteigen und ihr Haus von oben betrachten", versprach der erste Vorsitzende Werner Karg. Unvergessliches ErlebnisUnd wer die nötige Portion Mut mitgebracht hatte, der wurde mit einem unvergesslichen Erlebnis belohnt. Sofort nachdem man neben dem Hobbypiloten Platz genommen hatte, raste das kleine Flugzeug mit 80 Kilometern in der Stunde die 300 Meter lange Startbahn hinunter. Sicher führte der Pilot die Maschine auf 300 Meter Höhe, wobei sich das Ultraleichtflugzeug jedoch leicht nach links oder rechts bewegte. "Das liegt an der Erdanziehungskraft*, erklärte Karg, der mit seinem Ultraleichtflugzeug auch schon zum Urlaub nach Sylt geflogen ist. Einziges Problem dabei: Viel mehr als eine Zahnbürste könne man nicht mitnehmen, so der Pilot. Zwanzig Minuten konnte der Fluggast die Aussicht bis zum Siebengebirge genießen. Dann ging es zurück auf den Flugplatz in Müggenhausen. Hier glänzten die 60 Flugzeuge in der Sonne, die vor allem von den Technikinteressierten detaillierter betrachtet wurden. Darunter die Renegade II von Adi Schell. Fast acht Jahre lang baute er an dem Aluminium-Doppeldecker, der mit einem 100 PS starken Motor angetrieben wird. "Die Reisegeschwindigkeit beträgt 140 Stundenkilometer und die Spitzengeschwindigkeit liegt bei 180 km/h", erklärte Schell. Die Besucher konnten den Rundflug entweder in einem dreiachsigen Ultraleichtflugzeug oder in einem so genannten Trike erleben. Die Ultraleichtflugzeuge, die ein Gesamtgewicht von 472,5 Kilogramm nicht überschreiten dürfen, werden aerodynamisch mit einem Ruder gesteuert. "Leistungsstarke Ultraleichtflugzeuge können eine Reisgeschwindigkeit von 250 km/h erreichen", sagte Karg. Die Trikes seien gewichtsgesteuerte Flugzeugtypen mit einem motorisierten Gleitschirm und könnten zwischen 80 und 110 Kilometer/h fliegen, erläuterte Karg. Mit bewundernden Blicken schauten die Besucher den im Minutentakt abfliegenden Miniflugzeugen hinterher. Spannung auf dem Flugplatzgelände verbreitete sich, als Robert Manstein in ein Flugzeug einstieg, an dem er zuvor sowohl Beisitzertür wie auch Sitz ausgebaut hatte. Die Maschine flog auf 1200 Meter Höhe, als sich Manstein vom Piloten verabschiedete und mit einem Satz aus dem Flugzeug sprang. Bevor er die Leine seines Fallschirmes zog, präsentierte der Freizeitspringer einige Kunstfiguren. |
 |
|